Beratungs-/Evaluierungsprogramm „Unser Schulbuffet“

GEMEINSAM G'SUND GENIESSEN - die steirische Initiative für gesundes Essen und Trinken mit Genuss.

Die steirische Fach- und Koordinationsstelle Ernährung, welche auch die Initiative „GEMEINSAM G´SUND GENIESEN" umsetzt, ist zuständig für die Beratungen/Evaluierungen der steirischen Schulbuffets hinsichtlich der „Leitlinie Schulbuffet" und führt diese in Kooperation mit dem Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz und in enger Abstimmung mit dem Landesschulrat durch. Mit der Betreuung der Schulbuffets vor Ort wurde der gemeinnützige Verein Styria vitalis beauftragt.

Beratungs-/Evaluierungsangebot

  • Beratungsleistungen für steirische SchulbuffetbetreiberInnen beim steirischen Programm "Unser Schulbuffet"SchulbuffetbetreiberInnen/fliegende Händler, welche am Programm teilnehmen, haben die Möglichkeit einer jährlichen persönlichen Beratung/Evaluierung vor Ort.
  • Entspricht das Angebot der „Leitlinie Schulbuffet" erfolgt eine Auszeichnung mit Urkunde. Mit dieser Auszeichnung wird das Engagement der Betriebe auch nach außen hin sichtbar.
  • Zusätzlich haben teilnehmende Betriebe das ganze Jahr die Möglichkeit einer telefonischen Beratung (z. B. um zu fragen ob dieses oder jenes Produkt besser wäre in das Sortiment aufzunehmen, …) bzw. gibt es regelmäßig Informationen per Email und Fortbildungsmöglichkeiten.
  • Weiters kann ein Moderationsangebot für „runde Tische" in Anspruch genommen werden.

EIne Übersicht des Angebotes bzw. das Anmeldeformular finden Sie hier.

Teilnehmende Buffetbetriebe
Hier finden Sie die Liste der teilnehmenden Buffetbetriebe.


Hintergrundinformationen zu den Evaluierungen/Beratungen

Wie sollte das Angebot am Schulbuffet grundsätzlich gestaltet sein? Oder die Frage: Dürfen Süßigkeiten und Mehlspeisen noch angeboten werden?
  • Richtig zusammengestellte Zwischenmahlzeiten fördern die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit. Üppige, fett- und kalorienreiche, schwer verdauliche Mahlzeiten dagegen belasten den Körper zusätzlich und können zu Müdigkeit und Unwohlsein führen.
    Ein gut zusammengestelltes Buffet leistet daher sowohl in der Schule als auch bei der Arbeit einen essenziellen Beitrag zur Gesundheitsförderung und hilft, Fehl- und Überernährung vorzubeugen. 
  • Gesundes Essen sollte aber nicht als Zwangsbeglückung erlebt werden. Wirksamer ist es, die KonsumentInnen zur Gesundheit zu verführen. Deshalb darf es z. B. auch bei Schulbuffets noch die klassische Extrawurstsemmel oder - in kleinen Mengen - Mehlspeisen und Süßigkeiten im Angebot geben. Gleichzeitig – bzw. überwiegend – soll es aber Angebote wie trendige Smoothies, Schichtmüslis mit frischem saisonalem Obst, knackige Salate und herzhafte Vollkorn-Weckerl mit knackiger Gemüsefüllung geben. Die gesündere Wahl soll zudem zur einfacheren Wahl werden, deshalb sollen gesundheitsförderliche Angebote auch besser präsentiert und beworben werden.

Zur Umsetzbarkeit und Wirksamkeit des Programmes
Der Schlüssel zum Erfolg eines nachhaltig installierten gesunden und gut angenommenen Verpflegungsangebotes liegt darin, eine Balance zwischen wirtschaftlicher Umsetzbarkeit und Akzeptanz des Angebotes bei SchülerInnen und LehrerInnen zu schaffen.
  • Dass dies mit der „Leitlinie Schulbuffet" zu schaffen ist, zeigt die Evaluierung durch das Bundesministerium aus dem Jahr 2013: Nachteilige Auswirkungen auf die Wirtschaftlichkeit der Betriebe durch die Optimierung des Warenangebots wurden von den Buffet-BetreiberInnen kaum wahrgenommen. Die Beobachtungen vor Ort haben gezeigt, dass Großteiles Verschiebungen innerhalb des Sortiments stattgefunden haben; wurde bei den Süßigkeiten weniger eingenommen, nahm beispielsweise der Umsatz bei Obst, Studentenfutter, selbstgemachten Mehlspeisen, Müsli, frisch gepressten Säften, Smoothies etc. zu.
    Buffet-BetreiberInnen wie sonstige EntscheidungsträgerInnen glauben, dass ein Schulbuffet, das den Empfehlungen der „Leitlinie Schulbuffet" entspricht vom wirtschaftlichen Standpunkt aus gesehen langfristig umsetzbar sei. Hier finden Sie den Evaluierungsbericht.
  • Die Umsetzbarkeit sowie Wirksamkeit des steirischen Programmes wurde weiters 2017 in einer - von der Fach- und Koordinationsstelle Ernährung beauftragten - Studie untersucht. Das wichtigste Ergebnis: Das Programm wird von BuffetbetreiberInnen und Stakeholdern gut angenommen und zeigt Wirkung. So konnte die prozentuelle Erfüllung der Leitlinie Schulbuffet über die Jahre 2012-2016 stetig gesteigert werden. Hier finden Sie eine Kurzfassung der Evaluierungsergebnisse.


„Leitlinie Schulbuffet" – „Steirische Mindeststandards in der Gemeinschaftsverpflegung"

GEMEINSAM G'SUND GENIESSEN in der Gemeinschaftsverpflegung. Leitfaden zur Umsetzung der steirischen MindeststandardsLeitlinie Schulbuffet: Empfehlungenfür ein gesundheitsförderliches Speisen- und Getränkeangebot an österreichischen SchulbuffetsDie in der „Leitlinie Schulbuffet" definierten Anforderungen entsprechen in der Angebotsgestaltung den aktualisierten steirischen „Mindeststandards in der Gemeinschaftsverpflegung".
Die Mindeststandards sehen aber noch weitere Anforderungen z.B. im Bereich regionalen Einkauf vor. Daher lohnt sich auch für Schulbuffet-BetreiberInnen ein Blick in diesen Leitfaden! Dieser ist hier zu finden.




Weitere Unterstützungsmöglichkeiten  für SchulbuffetbetreiberInnen / fliegende Händler / AutomatenbefüllerInnen

In der Folge finden SchulbuffetbetreiberInnen, aber auch sonstige interessierte Personen aus dem Bereich Schulverpflegung gute Spots aus vorangegangenen Projekten im Schulbuffetbereich.



 


Website: www.unserschulbuffet.atAuf der Website des Bundesministeriums für Gesundheit und Frauen finden Schulbuffet-BetreiberInnen umfangreiche Informationen. Insbesondere können die Rezepte und Tipps aus der Praxis wie z. B. zum Thema „Effektiver Pausenverkauf durch gute Organisation" empfohlen werden.

 


Website www.gemeinsam-geniessen.at. Unterstützung für GemeinschaftsverpflegungseinrichtungenUnd natürlich finden Sie auch auf dieser Website gute Informationen und Fortbildungsangebote, wie z.B. unsere kostenlosen Stammtische oder die schon erwähnten „Mindeststandards in der Gemeinschaftsverpflegung", die auch Angebotsempfehlungen für Snack- und Milchautomaten beinhalten.