2. Netzwerktreffen für ErnährungsexpertInnen

Am 2. Dezember 2015 fand das 2. Netzwerktreffen für ErnährungsexpertInnen bzw. für Organisationen, die sich auf verschiedenste Art und Weise mit dem Thema Essen und Trinken in der Steiermark beschäftigen, in den Räumlichkeiten des Gesundheitsfonds Steiermark statt.
​Im Rahmen dieser Netzwerkveranstaltung präsentierte Mag. Steiner die Tätigkeiten, die von der Fach- und Koordinationsstelle Ernährung 2015 durchgeführt wurden und gab einen Ausblick auf die Tätigkeiten, die für 2016 geplant sind. Dabei stieß insbesondere die Idee, den Kalender 2016 teilweise dem Thema Lebensmittelkennzeichnung (Was sagt das MHD aus, …) zu widmen, auf große Zustimmung. Im Zuge der Diskussion wurde dann auch über die verpflichtende Nährwertkennzeichnung für verpackte Lebensmittel diskutiert und ob eine solche Kennzeichnung auch für unverpackte Ware und somit für die Gemeinschaftsverpflegung verpflichtend wird. Da hinsichtlich der rechtlichen Lage Unsicherheit herrschte, erklärte sich Mag. Steiner bereit, eine Anfrage an das Bundesministerium für Gesundheit zu stellen, um die Antwort dann an alle TeilnehmerInnen der Netzwerkveranstaltung auszusenden. 

Als erstes „Blitzlicht" präsentierte Frau Mag. Zöhrer von der Landwirtschaftskammer Steiermark im Anschluss daran die vielfältigen Tätigkeiten der Kammer in Bezug auf Ernährung. So wurde von ihr auch ein Entwurf der aktualisierten steirischen Ernährungspyramide (die erste steirische Ernährungspyramide wurde 2010 publiziert) gezeigt, der in der großen Runde diskutiert wurde. Die steirische Ernährungspyramide soll durch ihre grafische Aufbereitung die Aspekte Saisonalität & Regionalität betonen. Dass insbesondere letztere ein großes Thema ist, zeigte u.a. die Diskussion über das AMA-Gütesiegel und die Herkunft der Futtermittel. Zur neuen Ernährungspyramide wird es auch Umsetzungshilfen, wie den bereits bekannten Würfel oder Sticker, geben.

Interessiert wurde von den TeilnehmerInnen auch die Information aufgenommen, dass die Räumlichkeiten der regionalen „Frischen Kochschule" auch für externe VeranstalterInnen gemietet werden können.  Diese Möglichkeit besteht auch in allen landwirtschaftlichen Fachschulen. 

Frau Pint, MSc zeigte schließlich die Tätigkeiten der ÖGE-Sektion Süd auf und lud zur Mitarbeit ein. Die Österreichische Gesellschaft für Ernährung ist  ein gemeinnütziger Verein mit Sitz in Wien. Zur besseren regionalen Wahrnehmung der Aufgaben der ÖGE wurde die ÖGE Sektion Süd gegründet. Die ÖGE-Sektion Süd ist im Gebiet Steiermark und Kärnten tätig und pflegt regionale Kontakte mit Organisationen und Einrichtungen in den Bereichen Ernährung, Lebensmittel und Gesundheitsförderung. Zu den wichtigen Aufgaben der ÖGE-Sektion Süd zählt die Organisation und Durchführung von Fortbildungsveranstaltungen (jährliches Frühjahrssymposium in Graz).

Frau Mandy Schiborr von Südwind musste ihren Vortrag leider absagen, der Einblick in die Tätigkeiten von Südwind soll aber bei einem kommenden Netzwerktreffen gegeben werden. Dafür gewährte Frau Christina Resch BSc, MPH einen kurzen Einblick in die Tätigkeiten der Österreichischen Gesellschaft für Sporternährung (ÖGSE) und lud zum 1. ÖGSE-Symposium am 28.04.2016 „Trends in der Sporternährung"  in Raaba ein. 

Am Ende der Veranstaltung wurde der organisatorische Aufbau zukünftiger Netzwerkveranstaltungen diskutiert. Das Ergebnis: Halbjährliche Netzwerkveranstaltungen wurden von allen für gut befunden, der gemeinsame Diskussionsteil soll aber max. 2 Stunden betragen. Des Weiteren sollte ein Teil der Veranstaltung der Diskussion von aktuellen Themen gewidmet werden (wie z.B. der kommenden Nährwertkennzeichnungspflicht). Schließlich wurden auch Projekte, die sich vorstellen können als „Blitzlichter" bei den nächsten Vernetzungstreffen einen Input zu leisten, genannt. 

Wir danken allen TeilnehmerInnen des Vernetzungstreffens und freuen uns auf ein nächstes Vernetzungstreffen im Mai 2016. Weitere Informationen zur Veranstaltung entnehmen Sie bitte den Präsentationen und Links im Downloadbereich.