Gute, gesunde Rezepte

Wir sind uns alle einig: Essen und Trinken muss gut schmecken, gut aussehen und Genuss bereiten.
Das gilt besonders im Alter, denn die Freude am Essen und Trinken ist zentral für das Wohlbefinden. Essen soll daher nicht nur gut schmecken, sondern auch die Gesundheit fördern: Genuss – und nicht Verzicht – steht im Mittelpunkt: Zum Beispiel durch gut gewürztes und appetitlich angerichtete Mahlzeiten.
Um Mahlzeiten gesundheitsförderlicher zu machen, ist es wichtig, bestehende Rezepte anzupassen bzw. neue Rezepte und Speisen auszuprobieren. Ganz wichtig: Vor allem mehr Gemüse sollte auf unseren Tellern landen.
Und so machen Sie Ihre Rezepte gesünder:

(Achtung: bei Mangelernährung empfehlen wir die Beratung durch Ihren Arzt/Ihrer Ärztin bzw. eine Ernährungsberatung. In dieser erhalten Sie angepasste Ernährungsempfehlungen. Denn obwohl zum Beispiel allgemein darauf geachtet werden sollte, dass fettarme Rezepturen gewählt werden, kann bei Personen mit besonderen Bedürfnissen das Gegenteilige von Nöten sein. Speisen müssen dann – damit die Person genug Energie aufnimmt – etwa mit Raps- oder Walnussöl beziehungsweise Nussmus angereichert werden.)

Mehr Gemüse
  • Besonders ältere Menschen haben Appetit auf klassische Gerichte. Diese können einfach aufgewertet werden, indem mehr Gemüse hineinkommt: Paprikawürfel im Gulasch, Putengeschnetzeltes mit Champignons und Zucchini, Kräuterkäsespätzle, etc.                            Und bei der Zubereitung von faschierten Braten/Laibchen kann man z. B. Grünkern oder Haferflocken und Topfen verwenden, damit wird das Gericht fleischärmer und ballaststoffreicher.
  • Auch die klassische Pizza kann aufgewertet werden. Verfeinern Sie Salami- oder Schinkenpizza mit frischem Gemüse oder Kräutern bzw. bieten Sie bevorzugt Gemüsepizza an. Denken Sie auch an die „steirische Variante“ (Pizza mit Polentaboden). 
  • Auch klare Suppen können einfach um Gemüse ergänzt werden: In die Grießnockerlsuppe kommen feine Gemüsestreifen (Karotten, Sellerie, Lauch) und Gemüsecremesuppen passen sowieso immer in den Speiseplan! 
  • Gekochtes Gemüse kann zum Teil auch den Flüssigkeitsanteil einer Speise ersetzen und dabei noch für eine attraktive Farbe sorgen. Orange Kürbisspätzle mit püriertem Kürbis im Spätzleteig sind eines von vielen Beispielen.
  • Haben Sie bis jetzt nur grünen Salat als Beilage gegessen? Versuchen Sie sich öfter an einem gemischten Salat und geben Sie auch Linsen (wenn die Zeit knapp ist, auch Linsen aus der Dose) dazu!


Mehr Vollkorn
  • Mischen Sie z. B. beim Kochen und Backen mit Auszugsmehlen mindestens ein Drittel fein vermahlenes Vollkornmehl dazu (z. B. bei Spätzle, Kaiserschmarrn oder Palatschinken). Optisch und geschmacklich fällt das nicht auf, Sie haben aber einen großen Mehrwert durch mehr Ballaststoffe und Mineralstoffe. 
  • Verwenden Sie vermehrt auch 100%ige Vollkornprodukte, beispielsweise Vollkornnudeln für Spaghetti Bolognese. Wenn Sie einen Farbunterschied zu weißen Nudeln vermeiden möchten, dann kaufen Sie die hellsten Nudeln mit der Bezeichnung Vollkorn. Sie werden sehen, optisch gibt es nach dem Kochen fast keinen Unterschied. Nutzen Sie auch öfter die Vorteile von Vollkornbrot/Vollkorntoastbrot. Dieses gibt es in verschiedenen Varianten. Achten Sie aber jedenfalls auf die Bezeichnung Vollkorn oder fragen Sie ganz gezielt in Ihrer Bäckerei nach. Nicht jedes dunkle Brot ist ein Vollkornbrot.

Weniger, dafür besseres Fett:

  • Würzen Sie Ihre Gerichte mit Kräutern wie Rosmarin, Kerbel, Schnittlauch, Petersilie oder Basilikum oder auch mit feurigen Gewürzen wie Ingwer, Paprika, Chili oder Pfeffer – denn Fett ist nicht der einzige Geschmacksträger in der Küche. 
  • Auch bei Milch und Milchprodukten lässt sich Fett einsparen. Bevorzugen Sie fettarme und möglichst naturbelassene Milch und Milchprodukte oder ersetzen Sie Fettreiches durch Fettarmes. Verfeinern Sie Ihre Cremesuppen mit Milch statt mit Schlagobers. Spezialtipp: Binden Sie Suppen mit mitgekochten roten Linsen oder Kartoffeln.
  • Bevorzugen Sie Germ- bzw. Strudelteig gegenüber dem fettreicheren Plunder- oder Blätterteig. 
  • Laibchen jeder Art können nur mit etwas Öl bepinselt im Rohr fettsparend zubereitet werden – sie müssen nicht im Fett in der Pfanne schwimmen!


Weniger Zucker
  • Süßen Sie gezielt: Bei Dessert- und Kuchenrezepten können Sie locker ein Drittel des angegebenen Zuckers weglassen, ohne an Geschmack einzubüßen. Ist das Ergebnis doch zu wenig süß, können Sie mit Staubzucker oder Honig nachsüßen.


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